Was tun bei…?

Ob im Haushalt, bei der Arbeit, in der Freizeit oder beim Sport – es kann immer was passieren. Gewusst wie, können kleine Verletzungen problemlos selbst behandelt werden.

Blasen

Blasen entstehen durch übermäßigen Druck oder Reibung. Die Hornschicht der Haut gibt Wasser ab, das die darüber liegende Haut abhebt. Um einer Infektion vorzubeugen, sollen Blasen nicht geöffnet, sondern mit einem Blasenpflaster verklebt werden, welches so lange auf der Körperstelle verbleiben kann, bis sich die Haut darunter neu gebildet hat.

Verbrennungen

Die verbrannte Körperstelle so rasch wie möglich unter fließendes kühles Wasser halten, bis der Schmerz nachlässt – das kann bis zu 20 Minuten dauern. Anschließend ein kühlendes Brandgel oder eine feuchtigkeitsspendende Creme auftragen. Bilden sich Blasen, sollten sie mit einem Pflaster abgedeckt werden. Großflächige und offene Verbrennungen und Verbrühungen, besonders von Kindern, müssen nach dem Abkühlen mit Wasser ehest möglich von einem Arzt behandelt werden.

Schürfwunden

Am besten unter warmem, fließendem Wasser reinigen und danach mit einem Wunddesinfektionsmittel behandeln. Kleine Wunden können mit einem Pflaster abgedeckt werden, welches täglich gewechselt werden sollte. Größere Flächen muss man mit sterilen Wundauflagen oder einem Aluminiumverband abdecken und mit einer selbsthaftenden Mullbinde fixieren. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen und die schützende Hautbarriere schnell wieder herzustellen, sollten Wundheilsalben angewandt werden.

Schnittwunden

Kleine, oberflächliche Schnittwunden kann man selbst versorgen. Bei Schnittwunden werden meistens zahlreiche Blutgefäße verletzt, weshalb diese Wunden stark bluten, was aber gleichzeitig das Ausschwemmen infektiöser Keime ermöglicht. Kleinere Fremdkörper, wie z.B. Glassplitter, können vorsichtig mit einer desinfizierten Pinzette aus der Wunde entfernt werden. Nach dem Reinigen und Desinfizieren, muss die Wunde mit einem Pflaster – am besten quer zum Schnitt – oder Schnellverband abgedeckt werden.

Daran denken:

Da bei jeder Hautverletzung grundsätzlich die Gefahr einer Infektion mit Tetanus-Erregern (Wundstarrkrampf) besteht, sollten sie unbedingt Ihren Impfschutz überprüfen – Tetanusimpfung alle 10 Jahre auffrischen, ab dem Alter von 60 Jahren alle 5 Jahre!