Läuse

Woher kommen Läuse?

Wenn die Kopfhaut juckt und kribbelt, kann das ein Zeichen für Läuse sein – unverzügliches Handeln ist dann gefragt, um die Plagegeister wieder loszuwerden und die Übertragung auf Andere zu verhindern. Von den kleinen Blutsaugern heimgesucht werden kann jeder, denn entgegen der gängigen Meinung hat deren Auftauchen nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun.

Kopfläuse können ganzjährig auftreten und sind weltweit verbreitet. Sie können weder springen noch fliegen, dafür sind sie aber sehr schnelle Läufer – so wandern sie von Kopf zu Kopf. In unseren Breiten überträgt die Kopflaus nur selten Krankheitserreger. Wird der Kopflausbefall jedoch nicht rechtzeitig und ausreichend behandelt, kann es zu ernsthaften, gesundheitsbeeinträchtigenden Komplikationen kommen.

Woran erkenne ich Läusebefall?

Der Stich und Saugakt einer Kopflaus ist für den Menschen schmerzlos, denn vor und während der Blutmahlzeit wird ein Speichelsekret in die Stichwunde abgegeben, das die Einstichstelle örtlich betäubt. Dieses Sekret führt jedoch nach jedem Saugakt zu heftigen Reizungen der Kopfhaut und damit zu starkem Juckreiz.

Wenn sich ihr Kind ständig kratzt oder Ihre eigene Kopfhaut zu jucken beginnt, kann das daher ein Zeichen für Kopfläuse sein. Auch Einstichstellen – kleine, rote Punkte auf der Kopfhaut – deuten auf Läuse hin. An den Haaren klebende, helle Nissen sind ein eindeutiges Indiz für einen Lausbefall.

Was tun gegen Kopfläuse?

Sobald Läuse festgestellt werden, sollten sich alle Familienmitglieder, sowie andere Kontaktpersonen unverzüglich einer Kontrolle und am besten gleich einer vorbeugenden Behandlung unterziehen.

Zur Behandlung geeignete Mittel werden in zwei Gruppen unterteilt: in chemische, mit Wirkstoffen zur Abtötung der Läuse, und in physikalische auf Ölbasis, die bewirken, dass die Läuse ersticken. Letztere schonen die Kopfhaut und sind daher besonders gut verträglich und auch für Kleinkinder geeignet sind. Die Anwendung erfolgt in Form von Sprays, Lösungen oder Shampoos. Die Gebrauchsanweisung muss dabei genau befolgt werden, um alle Entwicklungsstadien der Läuse erfolgreich abzutöten. Zusätzlich sollte unbedingt ein Nissenkamm verwendet werden, um die abgetöteten Nissen und Läuse aus dem Haar zu entfernen.

Da Kopfläuse nicht nur direkt von Kopf zu Kopf wandern, sondern auch auf Umwegen ein neues Opfer finden, darf nicht darauf vergessen werden, das gesamte Umfeld des Patienten einschließlich Kleidung, Bett, Heimtextilien, Plüschtiere etc. zu behandeln, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Hierfür gibt es spezielle Waschmittel, die auch für Textilien geeignet sind. Für die Behandlung von Autositzen, Polstermöbel und dergleichen stehen Antiläusesprays aus der Apotheke zur Verfügung.