Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
Die Omega-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten und so genannten essentiellen Fettsäuren, sie sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht selber hergestellt werden. Sie müssen mit der Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden oder können auch in Form von Kapseln eingenommen werden.
In Studien an Eskimos stellten dänische Forscher fest, dass diese deutlich bessere Blutfettwerte aufweisen als der Durchschnittseuropäer, obwohl sich die Eskimos relativ fett- und cholesterinreich ernähren. Der Grund liegt in ihrer traditionellen Ernährung, die einen geringen Anteil an Omega-6-Fettsäuren, aber einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren (Robben, Walfleisch und Fisch) aufweist. Das Verhältnis der mit der Nahrung aufgenommen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist von besonderer Bedeutung.
Wozu braucht sie der Körper?
Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind wesentliche Bausteine aller Zellmembranen und damit für das Wachstum und die
Regeneration der Zellen essentiell. Gleichzeitig sind sie Ausgangssubstanzen für die körpereigene Herstellung von
Gewebshormonen, die an einer Vielzahl von Zellfunktionen und Regulationsprozessen im Organismus beteiligt sind.
Sie spielen unter anderem eine Rolle bei der Entwicklung von Gehirn und Nervensystem, der Regulation des Immunsystems
sowie bei der Blutgerinnung und bei Entzündungen.
Beide Fettsäuretypen verdrängen sich gegenseitig aus den Zellmembranen und konkurrieren im Stoffwechsel um die gleichen Enzymsysteme. Je nach zugeführter Menge der jeweiligen Fettsäureart entstehen daraus unterschiedliche Gewebshormone mit entgegengesetzter Wirkung.
Aus Omega-6-Fettsäuren entstehen Gewebshormone, die Gefäß-verengende, abwehrschwächende, gerinnungs- und entzündungsfördernde Eigenschaften haben.
Die aus Omega-3-Fettsäuren gebildeten Gewebshormone haben zahlreiche positive Aspekte zur Unterstützung des Organismus. Sie stabilisieren das Immunsystem, wirken entzündungshemmend, verhindern die Anlagerung der sogenannten Plaques an die Gefäßwände und verhindern damit eine Gefäßverkalkung, beugen Herzrhythmusstörungen vor, senken die Blutfette und den Blutdruck.
Wo sind sie enthalten?
Omega-6-Fettsäuren finden sich hauptsächlich in pflanzlichen Ölen (Sonnenblumen-, Soja-, Borretsch- und Nachtkerzenöl) sowie in Pflanzenmargarine und Schweinefleisch, Speck und Leberwurst.
Die wichtigste Nahrungsquelle für Omega-3-Fettsäuren sind Kaltwasserfische wie Hering, Atlantiklachs und Makrele. Um eine vorbeugende Wirkung zu erzielen werden zwei bis drei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen.
Alternativ dazu können Omega-3-Fettsäuren in Form von Kapseln eingenommen werden.